Und wenn das Hörgerät nicht mehr ausreicht? –
Das Cochlea-Implantat (CI)

Bei hochgradiger Schwerhörigkeit ist ein Sprachverstehen selbst mit leistungs­starken Hörsystemen oft nicht mehr möglich. Die Haarsinneszellen im Innenohr sind dann so stark geschädigt, dass sie die empfangenen Töne nicht mehr zum Gehirn weiterleiten können. Ein Cochlea-Implantat ist eine Innenohrprothese, die die beschädigten Sinneszellen überbrückt und den Hörnerv direkt stimuliert.

Ein Cochlea-Implantat besteht aus zwei Teilen: dem Implantat und dem Sprachprozessor. Der Sprachprozessor, zu dem Mikrofone, Sendespule und Magnet gehören, wird wie ein Hörgerät hinter dem Ohr getragen. Das Implantat setzt sich aus einem Magneten, einer Empfangsspule, dem Stimulator und dem Elektrodenträger zusammen und wird ins Innenohr eingesetzt. Nach einer Trainingsphase ist mit dem Cochlea Implantat Sprachverstehen wieder möglich.
Literatur: Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e.V. »Fragen und Antworten zum Cochlea-Implantat« (www.dcig.de)

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Abbildung: Illustration of CI from the National Institute on Deafness and Other Communication Disorders at the National Institutes of Health.

 

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