Schwerhörigkeit steigert Demenzrisiko

Visite - Das Gesundheitsmagazin vom 28.06.2016 mit UT - Autor/in: Ulrike Heimes

„Bei einer Schwerhörigkeit gewöhnt sich das Gehirn an das geringere Hörvermögen. Der Hörverlust nimmt zu, das Risiko für Altersdemenz steigt. Ein Hörgerät stoppt die Entwicklung...

Wenn das Gehör langsam nachlässt, merken das häufig die Menschen im Umfeld noch vor dem Betroffenen selbst, der sich an die immer leiser werdende Umgebung gewöhnt und den Hörverlust oft nicht wahrhaben will. So werden alltägliche Probleme zunächst lange verdrängt, nicht Verstandenes als unwichtig "aussortiert". Gesprächspartner reagieren häufig gereizt auf wiederholtes Nachfragen, das führt zu Scham und Resignation. Je stärker das Gehör nachlässt, desto mehr ziehen sich viele Betroffene zurück.

Das Verdrängen der eigenen Schwerhörigkeit kann weitreichende Folgen haben: Das Gehirn gewöhnt sich an das geringere Hörvermögen und dadurch wird der Hörverlust beschleunigt. Der Mangel an akustischen Reizen und der soziale Rückzug können zudem zu einem Abbau der intellektuellen Leistungsfähigkeit führen. Experten bezeichnen eine nicht versorgte Altersschwerhörigkeit sogar als Hauptrisikofaktor für Altersdemenz und Altersdepression. Es ist also wichtig, eine Schwerhörigkeit früh zu erkennen, um gegenzusteuern.“ Zitat

Film mit Untertitel

PDF zum Nachlesen

Kontakt zur Redaktion Visite

Copyright 2016 alle Rechte vorbehalten